Die Initiatoren

Die Errichtung des House of One wurde von der Basis her angestoßen. Die evangelische Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien, von der die Initiative ausging, die Jüdische Gemeinde zu Berlin, im Verbund mit dem Rabbinerseminar Abraham-Geiger-Kolleg, und die muslimische Dialoginitiative Forum Dialog e.V. haben sich gemeinsam auf diesen Weg gemacht.

Minister Gregor Hohberg about The House of One. / Pfarrer Gregor Hohberg über das House of One

„Am Urort Berlins, dort, wo die Stadt geboren ist und ihre erste Kirche stand, dort soll Zukunftsmusik erklingen. Aus den Fundamenten der alten Kirchen wird nun ein sakrales Haus mehrerer Religionen wachsen. Die Menschen darin werden ihrem eigenen Glauben treu bleiben, aus seiner Kraft leben und miteinander und mit der säkularen Stadtgesellschaft in ein friedliebendes Gespräch treten. Es wird ein Haus sein, in dem Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung wohnen.“

Gregor Hohberg

Pfarrer und Initiator des House of One

Andreas Nachama

"House of One – drei Religionen – drei Wege zu Gott – ein gemeinsames Dach. Eigentlich sollte es ein solches House of One schon jahrhundertelang geben – tatsächlich wird Religion als Legitimation für Gewalt auch heute missbraucht. Im House of One wollen wir nebeneinander, auch im Gespräch untereinander und mit unterschiedlichen Positionen der Zivilgesellschaft – von Agnostikern oder Atheisten zu Menschen mit ganz anderen Positionen religiösen Seins – ins Gespräch kommen, Unterschiede ausloten, Dissens zur Kenntnis nehmen und Respekt miteinander und füreinander so entwickeln, dass religiöse Unduldsamkeiten aus dem Bewusstsein entschwinden."

Andreas Nachama

Rabbiner, seit 2015 beim House of One

Imam Kadir Sanci about The House of One. / Imam Kadir Sanci über das House of One

„Ein Dialog der Herzen, der tätig ist und sichtbar wird in einer Idee und einem Bauwerk, prägt das House of One. Das ist unser Weg des interreligiösen Dialogs, als Verbindung von Tradition und Gegenwart. Wir füllen sie mit Leben und leisten so unseren Beitrag für den Weltfrieden.

Von der Suche nach der besten architektonischen Sprache bis zur Gründung einer Stiftung, die den Religionen und der Gesellschaft gleichberechtigt einen Platz einräumt, konnte unser Miteinander weltweit viele Herzen bewegen, sie gewinnen und ihnen Hoffnung schenken. Für das große Vertrauen, das wir genießen, sind wir sehr dankbar; es ist uns zugleich Verantwortung.“

Kadir Sanci

Imam und Initiator des House of One

Rabbi Tovia BenChorin about The House of One. / Rabbiner Tovia BenChorin über das House of One.

„Gerade ein Ort, der in seiner Geschichte auch finster war, ist ein Ort des potenziellen Friedens. Für mich als Jude verbindet sich mit Berlin die Erinnerung an Wunden, aber auch daran, dass die Stadt ein Ort der Alternative ist. Ort der Aufklärung und des Aufbaus jüdischen Lebens. Nach der Vertreibung aus Spanien legten die Juden für 500 Jahre einen Bann auf das Land, sie kehrten nicht zurück. In Berlin, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945, begannen die Juden, die sich versteckt hatten, und die, die ins Land kamen, sofort mit dem Aufbau neuen jüdischen Lebens. Erinnerung und neuer Aufbruch – das ist für mich Berlin.“

Tovia BenChorin

Rabbiner, Initiator des House of One, seit 2015 Rabbiner in St. Gallen