Das Konzept

In Berlin, wo einst durch die Freundschaft Lessings und Moses Mendelssohns religiöse Emanzipation und Aufklärung zu einem europäischen Projekt wurde, wo 1989 durch die Kraft der Worte und die Kraft gewaltlosen Widerstands der „eiserne Vorhang“ fiel, wird das House of One ein Ort sein, an dem das Miteinander der Religionen friedvoll, in großer Offenheit und in Würdigung der Verschiedenheit gelebt wird.

WEGSTATIONEN

Der gemeinsame Weg begann 2011, mit der Schaffung von Strukturen für ein gleichberechtigtes, paritätisches Handeln. Seitdem ist vieles geschafft: ein weltweiter Architekturwettbewerb 2012, der Beginn einer weltweiten Spenden- und Beteiligungskampagne 2014.
Obwohl das House of One erst ab 2019 gebaut werden kann, ist es schon jetzt ein Haus voller Leben, mit Partnerschaften in aller Welt, mit Veranstaltungen und Schulprojekten, die erfahrbar machen, dass Religionen in ihrem Kult und im Austausch mit Wissenschaften, Kunst und Kultur eine Bereicherung sein können - allen Gräueltaten, die unter Berufung auf die Religionen begangen werden, ein Modell eines anderes Miteinanders entgegensetzend.

The House of One in Berlin

Die Charta

Das Grunddokument des House of One ist eine Charta, die am 11. 10. 2011 verabschiedet wurde.
Die theologische Grundlage und die Leitlinien des Konzepts des House of One sind hier verbindlich festgelegt. Ein zentraler Abschnitt der Charta widmet sich etwa der Frage, wie das Verhältnis der Initiatoren zur großen Vielfalt innerhalb der Religionen zu bestimmen ist und wie diese Vielfalt im House of One Raum bekommen kann.

Download Charta PDF

The idea of The House of One in Berlin / Die Idee des House of One in Berlin (german version)

Für ein friedliches Miteinander von Judentum, Christentum und Islam

1964 sprach Martin Luther King, als er den Friedensnobelpreis erhielt, von dem „gewaltigen neuen Problem der Menschheit. Wir haben ein stattliches Haus geerbt, ein großes ‚Welthaus‘, in dem wir zusammen leben müssen – Schwarze und Weiße, Menschen aus dem Osten und dem Westen, Heiden und Juden, Katholiken und Protestanten, Moslems und Hindus, eine Familie, die in ihren Ideen, ihrer Kultur und ihren Interessen übermäßig verschieden ist und die – weil wir nie ohne einander leben können – irgendwie lernen muss, in dieser großen Welt miteinander zu leben.“
Sind wir seitdem vorangekommen? Viel zu wenig. Im gemeinsamen Welthaus wird das House of One zu einem Symbol des friedlichen Dialogs werden.

Young House of One - Thesen für die Zukunft!