Montag, 4. Februar 2019

Guds Hus – unser Partner in Schweden

In Schwedens Hauptstadt Stockholm ist ebenfalls ein Mehrreligionenhaus im Werden. Das Projekt im Stadtteil Fisksätra heißt Guds Hus und existiert seit 10 Jahren. Das House of One steht bereits seit mehreren Jahren in einem regen Austausch mit dem schwedischen Projekt.

Die lutherische Kirchengemeinde in Fisksätra hat der dortigen Moscheegemeinde ein Grundstück neben der Kirche für den Bau einer Moschee zur Verfügung gestellt. Diese soll mit der Kirche verbunden werden. In den Räumen zwischen den beiden Sakralgebäuden werden gemeinsame Veranstaltungen stattfinden, und zwar solche, die in sozialer, spiritueller und pädagogischer Perspektive das friedliche Zusammenleben im Stadtteil fördern.

10. Jahrestag des Guds Hus

In einer Festwoche hat das Guds Hus Anfang Februar den 10. Jahrestag dieses Projektes gefeiert. Das House of One als wichtigster internationaler und zudem langjähriger Partner des Guds Hus war natürlich eingeladen. Pfarrer Gregor Hohberg sprach in der Moschee über die Erfahrungen des House of One und seine internationalen Kooperationen. Zudem konnte er im Rahmen des zentralen Festaktes für das House of One sprechen und das an der Seite von Erzbischöfin Antje Jakelen (Schwedische (Lutherische) Kirche), Ute Steyer (Rabbinerin der Jüdischen Gemeinde Stockholm), Kardinal Anders Arborelius (Katholische Kirche), Mohammad Muslim Eneborg (Imam Aysha Moschee) und predigte am Sonntag, Lichtmess (2. Februar 2019) in der Kathedrale von Stockholm über die Zerbrechlichkeit des Glaubens und dessen Bedeutung für den interreligiösen Dialog.

Daneben fanden weitere Besuche von interreligiösen Projekten, der Synagoge in Stockholm und zahlreiche Fachgespräche statt. Eine Frucht dieser Gespräche, insbesondere mit Carl Dahlbäck, dem Spiritus Rector von Guds Hus, ist die Idee, gemeinsam mit den Schweden und weiteren Partnern eine internationale Konferenz der Mehrreligionenhäuser zu gründen. So wird der Austausch und die gegenseitige Unterstützung untereinander gefördert.