Freitag, 18. Oktober 2019

„Wir stehen an Eurer Seite!“

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Berlin, 18.10.2019

Pressemitteilung

 

„Wir stehen an Eurer Seite!“

Gegen Antisemitismus und Hass: Aufruf zur Menschenkette

vor der Neuen Synagoge in Berlin am Sonntag

Gemeinsam mit dem Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin ruft die Stiftung House of One zur Teilnahme an einer Menschenkette auf.

Wann? Sonntag, 20. Oktober von 12.30 bis 13.30 Uhr

Wo? Vor der Neuen Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Oranienburger Straße 28-30, 10117 Berlin

Die Menschenkette findet sich – als symbolischer Schutz - während des Sukkot-Gottesdienstes (Laubhüttenfest) zusammen. Das Bündnis, dem unter anderen das House of One und die Kirchen angehören, will ein Zeichen setzen. Nicht einmal zwei Wochen sind seit dem Mordanschlag in Halle vergangen. Der Alltag ist zurück – außer für die Betroffenen. Viel ist gesprochen und gefordert worden. Und doch gibt es Menschen, denen noch immer die Worte fehlen für ihre Anteilnahme, ihre Ängste oder ihr Mitgefühl.

Imam Kadir Sanci vom House of One sagte dazu: „Wir müssen in unserer Gesellschaft

zusammenstehen und jeden unterstützen, der angegriffen wird. Unsere Demokratie muss jeden Tag aufs Neue gestärkt und verteidigt werden.“

Auch dem Propst und künftigen Bischof Christian Stäblein (EKBO) ist dieses Zeichen der Solidarität ein Anliegen: „Wir sind noch immer tief getroffen vom Anschlag in Halle. Wir bilden eine Menschenkette, um zu zeigen, dass wir fest an der Seite unserer jüdischen Geschwister stehen. Die Verbundenheit von Christen und Christinnen mit ihren jüdischen Geschwistern ist elementarster Ausdruck unseres Glaubens. Ihre Synagogen haben wir zu schützen wie unseren Augapfel. Sie sollen sicher unter uns wohnen und ihren Glauben leben und feiern.“

Erzbischof Heiner Koch unterstützt ebenfalls den Aufruf: „Als Christen stehen wir an der Seite unserer jüdischen Freundinnen und Freunde. Wir lassen es nicht zu, dass Hass unsere Gesellschaft spaltet.“ Die beiden Kirchen und die weiteren Mitgliedskirchen im Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg werden den Aufruf in ihren Sonntags-Gottesdiensten bekannt machen und zur Beteiligung einladen.

Menschenketten alleine helfen natürlich nicht. Das ist den Beteiligten bewusst und das zeigt zudem die tägliche Arbeit, in der sich alle am Aufruf beteiligten Organisationen seit Jahren für ein friedvolles Miteinander, interkulturelle Begegnung sowie offenen Austausch einsetzen. Die Menschenkette ist jedoch ein Mut machendes Zeichen der Solidarität, ein Symbol für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.

Rückfragen bitte an:

Kerstin Krupp (Pressesprecherin House of One), Telefon (030) 21 300 18-50, Mail press@house-of-one.org.

Carsten Voeltzke (Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin), Mail: info@berlin-weltoffen.de

 

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