9/11 - multireligiöses Gedenken an die Anschläge vor 21 Jahren in New York

Rose at the 9/11 Memorial in New York to remember the ones who lost their lives in the terror attacks.

Am 11. September 2001 hat sich die Welt verändert. Die Anschläge in New York haben ihre Auswirkungen bis heute. Rund 3.000 Menschen starben an dem Tag selbst, noch mehr in den Kriegen oder Terroranschlägen überall auf der Welt in den Jahren, die folgten. Zudem verloren fast eine Millionen Menschen in den "Wars on terror" ihr Leben. Auf dem Bauplatz des House of One, wo es eine Synagoge, Kirche und Moschee unter einem Dach gebaut wird, gedenken jüdische, christliche und muslimische Gläubige an diesem Tag gemeinsam der Opfer, beten für Frieden.

Petriplatz - Baustelle House of One
Zugang über Scharrenstraße
10178 Berlin
Deutschland

"Die Terroristen wollen einen Keil zwischen uns treiben, sie wollen uns in eine Entscheidung zwingen, ob wir Europäer oder Araber sind, Westler oder Orientalen, Gläubige oder Ungläubige", sagte Navid Kermani in einer Rede, die er 2015 in Köln nach den Anschlägen in Paris hielt. Der Schriftsteller weiter: "Wir müssen für die Ideale der Gerechtigkeit und der Toleranz jeden Tag eintreten, im Alltag, am Arbeitsplatz oder in der Schule, in den Parteien, Gewerkschaften oder religiösen Gemeinden, und auch – das schätzen viele von uns leider zu gering – an den Wahlurnen, ganz besonders bei der gemeinsamen europäischen Wahl."

Für diesen gemeinsamen Weg zu mehr Toleranz und Gerechtigkeit will das House of One ein Ausgangspunkt, eine Inspiration sein. Ein Ort der Begegnung, des Miteinanders, des gegenseitigen Kennen- und Schätzenlernens. Das gemeinsame Gebet verschiedener Religionsvertreterinnen und -vertretern ist ein starkes Symbol, das zeigt, wie selbstverständlich Frieden zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens sein kann und vielerorts schon immer ist.

 

Mitwirkende:

Felix Körner SJ (Islambeauftragter des Erzbistums)
Rabbiner Andreas Nachama (House of One)
Bernd Streich (Diözesanrat)
Pfarrer Gregor Hohberg (House of One)
Kübra Dalkilic (Religionswissenschaftlerin, House of One)
Abbas El Fares (House of One-Unterstützer)
Rümeysa Bag (Religionswissenschaftlerin, House of One)

 

 

 

Weitere Veranstaltungen

Donnerstag, 6. Oktober 2022 - 18:00

Vernissage Christine Contzen mit Kunstverkauf für House of One

Seitenweise und ellenlang, so nennt Christine Contzen ihre jüngste Ausstellung. Die Architektin, Künstlerin und evangelische Christin nimmt die aktuelle Bilderschau als Anlass, das House of One zu unterstützen. 20 Prozent der Verkaufserlöse ihrer Bilder gehen an die Stiftung. "Ich sehe das Projekt als besonderes hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft des Miteinanders der Religionen", sagt Christine Contzen.

 

Ort:
school of facilitating
Suarezstraße 31, 14057 Berlin-Charlottenburg

Donnerstag, 29. September 2022 - 18:30

Einander wahrnehmen - Dialogmodell für die interreligiöse Begegnung

In unserer globalisierten Welt kommt es darauf an, dass Menschen lernen, friedlich miteinander zu reden, zu leben. Der Dialog der Religionen ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig, wenn er auch oft nicht einfach ist. Forum Dialog Hamburg lädt zu einem theologischen Abend mit den Geistlichen des House of One sowie dem Theologen und Dialogforscher Ralf Wüstenberg ein.

Ort:

CVJM zu Hamburg e.V.
An der Alster 40, 20099 Hamburg

Sonntag, 2. Oktober 2022 - 10:30

Gebet zur Schöpfung - interreligiös für unsere Welt

"Ehrfurcht vor dem Leben – gemeinsam für unsere Welt", so lautet das Motto des Erntedank-Gottesdienstes des House of One in diesem Jahr. Jüdische, christliche und muslimische Perspektiven und Beiträge mit Blick auf den Klimawandel und den Schutz der Schöpfung stehen im Zentrum. Wir freuen uns über die Mitwirkung der Religionswissenschaftlerin Hamideh Mohagheghi und des Lebensphilosphen Wilhelm Schmid.
!! Der Gottesdienst wird live gestreamt !!


 

 

St. Marienkirche