Aufs Rad für mehr Toleranz

Tandems aufpoliert und raus auf die Straße zur "meet2respect"-Fahrraddemo

Juden und Muslime verstehen sich nicht? Jeder Muslim ist ein Antisemit? Religiöse Verständigung ist unmöglich? - Das sind nur einige von zahlreichen gängigen Vorurteilen. Wie harmonisch Juden, Christen und Muslime jeden Tag in der interreligiösen Stiftung House of One zusammen beten, lehren und arbeiten, nehmen hingegen nur wenige wahr. Daher werden sich Imame, Rabbiner, Kantorinnen und Pfarrerinnen des House of One gemeinsam auf Tandems und Rikschen schwingen, um im Rahmen der Fahrraddemonstration „meet2respect“ den Menschen zu zeigen, wie selbstverständlich Freundschaft, Respekt und Toleranz über alle Religionsgrenzen hinweg sein kann.

 

Die Demonstration beginnt am Sonntag, den 24. Juni 2018 um 15.30 Uhr am Holocaust-Mahnmal in Berlin-Mitte.

Eine Abschlusskundgebung ist für 17 Uhr auf dem Bebelplatz geplant.

 

Rabbiner Andreas Nachama, der sich mit Imam Kadir Sanci und Pfarrerin Corinna Zisselsberger eine Rikscha teilen wird, sagt dazu: „Wir radeln mit, weil unsere Welt nicht glauben will, dass wir alle von einem Gott geschaffen wurden, über den wir nicht streiten, sondern den wir - jeder in anderer Weise - verehrend anbeten.“ In jedem Menschen stecke ein Abbild Gottes, gleich ob Muslim, Christ oder Jude.

Imam Sanci ergänzt: „Die Imame, Rabbiner oder Pfarrer teilen sich ein Gefährt, machen sich auf den Weg und übernehmen gemeinsam Verantwortung. So gehen wir auch im House of One vor, gemeinsam, um unsere Friedensmission umzusetzen.“

Außerdem aufs Tandem setzen werden sich unsere Kantorin Esther Hirsch mit Meryem Öztürk vom Bildungskreis des House of One sowie Rabbinerstudent Akiva Weingarten mit unserem Imam Osman Örs.

Rabbiner, Imam und Pfarrerin des House of One nehmen gemeinsam am Fahrradcorso „meet2respect“ teil

Weitere Veranstaltungen

Donnerstag, 29. September 2022 - 18:30

Einander wahrnehmen - Dialogmodell für die interreligiöse Begegnung

In unserer globalisierten Welt kommt es darauf an, dass Menschen lernen, friedlich miteinander zu reden, zu leben. Der Dialog der Religionen ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig, wenn er auch oft nicht einfach ist. Forum Dialog Hamburg lädt zu einem theologischen Abend mit den Geistlichen des House of One sowie dem Theologen und Dialogforscher Ralf Wüstenberg ein.

Ort:

CVJM zu Hamburg e.V.
An der Alster 40, 20099 Hamburg

Sonntag, 2. Oktober 2022 - 10:30

Gebet zur Schöpfung - interreligiös für unsere Welt

"Ehrfurcht vor dem Leben – gemeinsam für unsere Welt", so lautet das Motto des Erntedank-Gottesdienstes des House of One in diesem Jahr. Jüdische, christliche und muslimische Perspektiven und Beiträge mit Blick auf den Klimawandel und den Schutz der Schöpfung stehen im Zentrum. Wir freuen uns über die Mitwirkung der Religionswissenschaftlerin Hamideh Mohagheghi und des Lebensphilosphen Wilhelm Schmid.
!! Der Gottesdienst wird live gestreamt !!


 

 

St. Marienkirche
Sonntag, 11. September 2022 - 13:00

9/11 - multireligiöses Gedenken an die Anschläge vor 21 Jahren in New York

Am 11. September 2001 hat sich die Welt verändert. Die Anschläge in New York haben ihre Auswirkungen bis heute. Rund 3.000 Menschen starben an dem Tag selbst, noch mehr in den Kriegen oder Terroranschlägen überall auf der Welt in den Jahren, die folgten. Zudem verloren fast eine Millionen Menschen in den "Wars on terror" ihr Leben. Auf dem Bauplatz des House of One, wo es eine Synagoge, Kirche und Moschee unter einem Dach gebaut wird, gedenken jüdische, christliche und muslimische Gläubige an diesem Tag gemeinsam der Opfer, beten für Frieden.

Petriplatz - Baustelle House of One