Friedensgebet für Halle

Antisemitismus entgegen stellen

Wir - Juden, Christen und Muslime des House of One - möchten in einem Friedensgebet in der St. Marienkirche der beiden in Halle Ermordeten gedenken, ihren Familien und allen von dem menschenverachtenden Attentat auf die Synagoge Betroffenen symbolisch Beistand leisten.

Der Angriff auf das jüdische Gotteshaus ist gescheitert. Zwei zufällige Passanten starben dennoch durch die Kugeln eines rechten Gewalttäters. Angesichts dieses menschenverachtenden Hassverbrechens in Halle sagte Kadir Sanci, Imam und Präsidiumsmitglied des House of One: „Sri Lanka, Christchurch, Pittsburg… – ich weiß gar nicht mehr, was ich zu diesen Unmenschlichkeiten sagen soll. Es schockiert mich, dass diese Angriffe auf wehrlose Betende kein Ende nehmen. Im Gegenteil: Sie kommen näher, jetzt auch zu uns nach Deutschland, nach Halle.“

 

Demokratie schützen

 

Gestern sei die jüdische Gemeinschaft das Ziel gewesen, morgen sind es vielleicht Muslime oder andere. Das müsse jedem klar werden. „Wenn jemand angegriffen wird, müssen wir daher zusammenhalten und diejenigen unterstützen“, sagte Imam Sanci weiter: „Unsere Demokratie muss jeden Tag – und jetzt noch einmal besonders –gestärkt und verteidigt werden.“

 

Am Freitag, 11. Oktober, werden daher auch Geistliche des House of One im Rahmen eines multireligiösen Friedensgebet in der St. Marienkirche auf Berlins Alexanderplatz der Opfer und aller Betroffenen gedenken. Wir laden alle herzlich ein, ein Zeichen zu setzen für Solidarität in unserer offenen Gesellschaft und gemeinsam für Frieden und Heilung zu beten.

 

Teilnehmer:

Bischof Markus Dröge (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz EKBO)
Pfarrer Eric Haussmann (Evangelische Kirchengemeinde St.Petri-St.Marien und House of One)
Rabbiner Andreas Nachama (Jüdische Gemeinde zu Berlin und House of One)
Dompropst Tobias Przytarski (Erzbistum Berlin)
Kübra Dalkilic (Forum Dialog und House of One)

Weitere Veranstaltungen

Freitag, 8. November 2019 - 19:00 bis 21:00

Haus von drei Religionen gebaut für viele

Roland Stolte, Vorsitzender des Verwaltungsdirektoriums und verantwortlich für die Idee und Konzeption des House of One stellt in der Karl Rahner Akademie Köln das Projekt vor.

Samstag, 23. November 2019 - 10:30 bis 12:30

Das Projekt House of One

Das House of One stellt sich vor. Im Rahmen der Exkursionsreihe  Ortsbekenntnis – Bekenntnisorte der Guardini-Stiftung erzählen Imam Osman Örs und Verwaltungsdirektor Roland Stolte über die Arbeit der Stiftung, den auf dem Petriplatz geplanten Sakralbau und die Geschichte dieses  Berliner Urortes.

 

 

Donnerstag, 7. November 2019 - 10:30

Vom Friedensgebet zum Fall der Mauer

Die Kirchen in der ehemaligen DDR nahmen eine wichtige Rolle in der friedlichen Revolution vor 30 Jahren ein. Gemeinsam mit der Berliner Versöhnungsgemeinde und dem Berliner Forum der Religionen erinnern Juden, Christen und Muslime des House of One und Vertretern zahlreicher anderer Religionen zwei Tage vor dem 9. November, des Tags des Mauerfalls, an die dramatischen Monate im Jahr 1989.