"House of One lädt ein: Haladhara Thaler"

Hinduismus in Europa

Im Rahmen unserer Diskussionsreihe "House of one lädt ein..." ist der Hinduist Haladhara Thaler zu Gast und wir unter dem Motto "Hinduismus im Spannungsfeld von Tradition und Moderne" mit Imam Osman Örs und Pfarrer Gregor Hohberg diskutieren.

Kontakt: 
(030) 21 300 18 10
Kleiner Säulensaal in der ZLB
Breite Straße 36
10178 Berlin
Deutschland
Der Raum befindet sich im Erdgeschoss

Olaf Thaler, dessen spiritueller Name Haladhara ist, war 25 Jahre lang Vorsitzender der Hindu-Gemeinde Berlin und ist nun im Leitungsteam des Berliner Forum der Religionen. In Deutschland eine Minderheitenreligion zählt Hinduismus weltweit gesehen zu den größten Glaubensgemeinschaften mit rund einer Milliarde Anhängern.

 Vor über 3500 Jahren in Indien entstanden, gehört der Hinduismus zu den ältesten Religionen der Menschheit und bringt reichlich Erfahrung sowie religiöse und kulturelle Vielfalt mit sich. Indien ist eng mit dem Hinduismus verbunden, aber ist auch das Zuhause von vielen Muslimen. Diese religiöse Vielfalt bringt neben vielen positiven Aspekten, auch Herausforderungen mit sich. 

 

Hinduistisches Leben in der DDR

 

In Deutschland leben mittlerweile etwa 100.000 Anhänger dieser Religion. Was macht den Hinduismus für Europäer attraktiv? Im Gespräch mit Haladhara Thaler, der bereits zu DDR-Zeiten dem Hinduismus angehörte, wird es unter anderem darum gehen, welche Herausforderungen das Glaubensleben für einen Hindu im christlich gesprägten Deutschland mit sich bringt. Unterscheiden sich die religiösen Praktiken in Indien und Europa?

Wir möchten in diesem Gespräch die Glaubenswelt und die spirituelle Dimension des Hinduismus näher kennenlernen. Was versteht man unter dem Opferkult und der scheinbaren "Vielgötterei"? Wie lässt er sich im Spannungsfeld zu den monotheistischen Religionen verorten? 

Darüber hinaus wollen wir auch über den aufkommenden Nationalismus in Indien sprechen und der Frage nachgehen, ob es Raum für andere Wahrheiten gibt und wie tolerant man sich gegenüber Muslimen, Christen und anderen Minderheiten verhält. So lassen sich außerdem gesellschaftliche Fragen stellen: Ist das Kastensystem überhaupt noch mit der heutigen indischen demokratischen Grundordnung vereinbar? Wie lässt sich die Benachteiligung der Frau in Indien begründen? 

Wir freuen uns auf einen regen Austausch. 

 

 

Weitere Veranstaltungen

Sonntag, 22. März 2020 - 12:00 bis 13:00

Tritt näher Jude, Muslima, Atheist...

Der Lebensphilosoph Wilhelm Schmid, der Aktionskünstler des Zentrums für Politische Schönheit, Philipp Ruch und die drei Geistlichen des House of One, Rabbiner Dr. Andreas Nachama, Pfarrer Gregor Hohberg und Imam Osman Örs, im Gespräch über Lessings Nathan der Weise und das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Weltanschauung.

Deutsches Theater
Freitag, 24. Januar 2020 - 0:00 bis Sonntag, 26. Januar 2020 - 0:00

Frauen in den Religionen

"Frauen sind missratene Männer." So beschrieb es der Philosoph und Theologe Thomas von Aquin im 13. Jahrhundert. Auch andere Religionen setzten Frauen enge Grenzen und tun es zum Teil bis heute. In einem mehrtägigen Workshop wird die heutige Realität von Frauen im Judentum, Christentum und dem Islam beleuchtet.

 

Donnerstag, 12. März 2020 - 19:00

Warum Antisemitismus uns alle bedroht

Podiumsdiskussion mit Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter von Baden-Württemberg, weiteren Gästen sowie jüdischen, christlichen und muslimischen Vertretern des House of One über den täglichen Kampf um Toleranz zwischen Menschen verschiedener Religion, Kultur und Herkunft.

Berlin Saal