Veranstaltungskalender

April
02
Di

26. Radschab ليلة المعراج / Lailat-al-Miradsch / Himmelsreise des Propheten

 

Als Miradsch wird die sogenannte Himmelsreise des Propheten bezeichnet, die sich in der Nacht des 27. Radschab ereignete. Sie begann mit der nächtlichen Reise (Isra) des Propheten von Mekka aus nach Jerusalem. Dort verrichtete er ein gemeinsames Gebet mit Abraham, Moses und Jesus und wurde dann in Begleitung von dem Erzengel Gabriel in die höchste Stufe des Himmels erhoben. Dort erhielt er von Gott eine Offenbarung und die Verpflichtung zum Hauptgebet, welches eines der fünf Säulen des Islam darstellt. In diesem Sinne gilt das Hauptgebet für jeden einzelnen Gläubigen als eine Art Himmelreise und Begegnung mit Gott.

10
Mi

Das House of One lädt ein ...

|  19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Philosoph Wilhelm Schmid

... den Philosophen Wilhelm Schmid. Im Rahmen unserer Gesprächsreihe "Das House of One lädt ein..." werden Rabbiner Andreas Nachama, Pfarrer Gregor Hohberg und Imam Kadir Sanci mit dem Agnostiker debattieren, was Menschen innerhalb und außerhalb religiöser Gemeinschaften miteinander verbindet.

18
Do

Gründonnerstag

 

Die Christen gedenken des letzten Abendmahls Jesu mit seinen zwölf Aposteln am Vorabend seiner Kreuzigung. Wie im Johannes Evangelium zwischen Jesus und den Aposteln beschrieben, wird auch heute noch an diesem Tag in vielen Gemeinden der Ritus der Fußwaschung vollzogen.

19
Fr

14. Scha`ban ليلة البراءة / Lailat-al-Bara`a / Nacht der Schuldvergebung

 

Die Muslime begehen, zwei Wochen vor Beginn des Fastenmonats Ramadan, die „Nacht der Schuldvergebung“. Sie ist besonders für Schiiten und Sunniten mit sufisch-mystischer Tradition bedeutend.

20
Sa

15.- 22. Nissan פֶּסַח Pessach

 

Am ersten der drei Wallfahrtsfeste, Pessach (Überschreitung), wird 8 Tage lang der Befreiung aus der Sklaverei und des Auszugs aus Ägypten gedacht. Noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden, die in irgendeinem Stadium einen Gärungsprozess durchgemacht haben.

Mai
06
Mo

1.-29. Ramadan رمضان / Fastenmonat

|  05:30 Uhr bis 21:30 Uhr

Muslime fasten im Monat Ramadan von Morgendämmerung bis Sonnenuntergang. Dabei sollen sie sich sowohl von jeglichen körperlichen Genüssen enthalten als auch sich von schlechten Gedanken oder übler Nachrede fernhalten. Kranke, Reisende, Kinder und Frauen in Schwangerschaft, Wochenbett, Stillzeit und während der Menstruation sind vom Fasten ausgeschlossen. Für die Muslime ist der Ramadan eine intensiv erlebte Zeit, die durch Pflichtabgaben, Spenden, Koranrezitationen und dem spezifischen Nachtgebet vertieft wird.

31
Fr

26. Ramadan ليلة القدر / Lailat-ul-Qadr / Nacht der Bestimmung

 

In dieser Nacht, die sich in den letzten zehn Tagen des Ramadans befindet, empfing der Prophet Muhammed die erste Offenbarung (Sure 96, 1-5). Viele Muslime gedenken des Offenbarungsereignisses und verbringen sie mit Gebet und Gottesdienst.

Juni
04
Di

1.-3. Schawwal عيد الفطر / Id-ul-Fitr / Ramadanfest

 

Nach dem Fastenmonat Ramadan können die Muslime wieder wie gewöhnlich essen und trinken. Sie besuchen sich an diesen drei Festtagen untereinander und beschenken vor allem Kinder. Je nach Berechnung oder Sichtung des Neumondes kann das Datum des Festtages um einen Tag variieren.

09
So

6./7. Siwan שבועות Schawuot (Wochenfest)

 

Das zweite der drei Wallfahrtsfeste erinnert an die Zeit der Verkündung der zehn Gebote am Berg Sinai, der ersten umfassend formulierten Gesetze in der Geschichte der Menschheit. Auf der Anerkennung dieser Gebote durch die Israeliten beruht der Bund zwischen Gott und dem Volke Israel. Die Erwählung Israels, die Vorstellung von der besonderen Rolle der Juden, besteht in der Erfüllung der Einhaltung der Gebote, als ein heiliges, Gott verpflichtetes Volk zu leben, stellt also eine besondere Verpflichtung dar. In diesem Sinne ist die Formulierung „auserwähltes Volk“ zu verstehen, nicht aber bedeutet sie ein Vorrecht der Juden gegenüber anderen Menschen.

August
10
Sa

9. Dhu-l-Hidscha يوم العرفة / Yaumu-l-Arafa

 

Der Tag vor dem Opferfest und Höhepunkt der Pilgerfahrt. An dem Tag begeben sich die Pilger auf den Berg Arafat bei Mekka. Für die übrigen Muslime gilt dieser Tag als ein Vorbereitungstag für das Kurbanfest. Sie besuchen Gräber, beten für Verstorbene und rezitieren aus dem Koran.

11
So

10. Dhu-l-Hidscha عيد الأضحى / Id-ul-Adha / Kurbanfest (Annäherungsfest/ Opferfest)

 

Dies ist das höchste Fest, welches am 10. des letzten islamischen Monats beginnt und den Höhepunkt und Abschluss der Pilgerfahrt in Mekka bildet. Muslime erinnern sich an diesen Festtagen an Abraham und seinen Sohn Ismael, der für Gott geopfert werden sollte. Abrahams Hingabe und die Aufopferung seines geliebten Sohnes, belohnte Gott letzten Endes mit der Abkehr von dem Menschenopfer an sich und der Würdigung des Menschenlebens. Gott nahm Abraham und seinem Sohn ihre schwere Bürde ab, indem er statt seines Sohnes ein Lamm als Opfertier schickte. In diesem Sinne gedenken alle Muslime jährlich dieses besonderen Ereignisses, in dem sie das Fleisch des geopferten Tieres mit der Familie, mit Bedürftigen und Besuchern teilen.

31
Sa

1. Muharram راس سنة الهجري / Islamisches Neujahr

 

Die islamische Zeitrechnung beginnt im Jahre 622. n. Chr. mit der Auswanderung des Propheten von Mekka nach Medina. Nach dieser Zeitrechnung beginnt das Jahr 1441.

September
09
Mo

10. Muharram يوم العاشوراء / Aschura / Aschura Tag

 

An diesem Tag haben nach muslimischer Überlieferung wichtige Ereignisse stattgefunden: die Landung der Arche Noah auf dem Berg Ararat, die Rettung der Propheten Abraham und Moses und die Vergebung Adams. Für Schiiten ist dieser Tag von größter Bedeutung. Diese Feiertage beschließen die zehntägige Trauerzeit um Hussain, dem Enkelkind des Propheten.

30
Mo

1./2. Neujahrsfest רֹאֹשׁ הַשָּׁנָה Rosch Haschana (Kopf des Jahres)

 

Der Name Rosch Haschana kommt in der Bibel nicht vor, und auch in den Gebeten dieses Festes ist kaum davon die Rede. Es ist der „Tag der Erinnerung“ oder „Tag des Posaunenschalls“. Es ist der Beginn der 10 Bußtage, die mit Jom Kippur enden.

Der Sinn des zweitägigen Neujahrsfestes liegt in der Erinnerung an den Bund, der zwischen Gott und Israel geschlossen wurde. Der Tag soll dazu dienen, die Menschen zu veranlassen, in sich zu gehen, sich vom Bösen abzuwenden und gut zu handeln. Rosch Haschana ist der Tag, an dem der Mensch Rechenschaft über sein Tun ablegen und sich seiner moralischen Pflichten bewusst werden soll. Als Zeichen hierfür wird ein Widderhorn, das Schofar, in einer bestimmten Tonfolge geblasen.

Zu Rosch Haschana ist es Tradition einen Apfel, den man vor dem Verzehr mit Honig bestreicht, zu verzehren, womit man dem Wunsch Ausdruck verleiht, das neue Jahr möge gut und süß werden. Die Brote für das Neujahrsfest sind nicht wie sonst geflochten und länglich, sondern es ist üblich, rund gewickelte Weißbrote zu verwenden, um auf diese Weise den Jahreskreislauf zu symbolisieren.

Oktober
09
Mi

10. Tischri יוֹם כִּפּוּר Jom Kippur

 

Den Höhepunkt der zehn Bußtage bildet der Versöhnungstag, der wichtigste Festtag des jüdischen Jahres. An ihm wird der Tradition nach das Urteil über den Menschen, das am Neujahrsfest, dem Tag des Gerichts, gefällt wurde, besiegelt und bekommt damit Gültigkeit. Der Versöhnungstag soll dazu dienen, den Menschen zu entsühnen, ihn die göttliche Verzeihung für seine Missetaten erlangen zu lassen. So ist der Versöhnungstag ein Tag der Reue, der Buße und Umkehr. Jom Kippur ist ein strenger Fasttag, der Gottesdienst dauert einen ganzen Tag lang.

14
Mo

15.- 22- Tischri סֻכּוֹת Sukkot

 

Sukkot ist das dritte in der Reihe der Wallfahrtsfeste. Es dauert neun bzw. sieben Tage, da der achte Tag, das sogenannte Schlussfest (Schemini Azeret), als selbständiger Feiertag angesehen wird; der neunte Tag, der Simchat Tora (Torafreude) heißt, ist der zweite Tag dieses Schlussfestes, der nur in der Diaspora begangen wird.

Das Laubhüttenfest wird insgesamt sieben Tage lang gefeiert. Es ist ein Erntedank- und Erinnerungsfest. Da das Volk Israel 40 Jahre durch die Wüste wanderte, baute es damals unfeste Hütten. Zur Erinnerung bauen Juden eine Sukka (die Laubhütte) und essen dort gemeinsam.

22
Di

23. Tischri שִׂמְחַת תּוֹרָה Simchat Tora

 

Das Tora-Freudenfest erinnert daran, dass von Gott durch Moses die zehn Weisungen an das Volk Israel gegeben und damit auch die Tora gegeben wurde. Im jüdischen Jahr wird die Tora einmal komplett gelesen. An diesem Freudenfest feiern die Juden, dass die Torah zu enden gelesen wurde und zugleich wieder begonnen wird.

Zu Simchat Tora endet der jährliche Zyklus der Toralesung, und es wird wieder von vorn begonnen; an diesem Tag werden also der Schluss und der Anfang der Fünf Bücher Moses verlesen. Im Gottesdienst werden sämtliche vorhandenen Thorarollen werden aus dem Schrank genommen und in einer Prozession siebenmal um die Vorlesebühne bzw. durch den Synagogenraum getragen.

November
08
Fr

11. Rabi`u-l-Awwal مولد النبي / Maulid an-Nabi / Geburtstag des Propheten Muhammed

 

Sunniten gedenken in dieser Nacht der Geburt des Propheten Muhammeds, während die Schiiten diese meist um wenige Tage später am 17. Rabi`u-l-Awwal begehen. Aus diesem Anlass werden Gedichte verfasst, vorgetragen und Passagen aus dem Koran rezitiert.

Dezember
23
Mo

25. Kislew- 2. Tewet חֲנֻכָּה Chanukka (Weihe)

 

Das achttägige Tempelweihfest ist ein freudiger Gedenktag und gehört nicht zu den biblisch vorgeschriebenen Feiertagen. Es erinnert an den erfolgreichen Aufstand der Makkabäer gegen die hellenistische Herrschaft und die im Jahre 165 v.u.Z. erfolgte Wiedervereinigung des geschändeten Tempels in Jerusalem.

Es wird überliefert, dass man in dem von den Syrern entweihten Heiligtum nur einen einzigen unversehrten Ölkrug fand, dessen Inhalt normalerweise nur für einen Tag Brennstoff für den siebenarmigen Tempelleuchter gereicht hätte. Aber durch ein Wunder soll dieses geringe Ölquantum für acht Tage genügt haben, so dass inzwischen neues reines Öl hergestellt werden konnte.

Um dieses Wunders zu gedenken, werden nach Einbruch der Dunkelheit Lichter angezündet. Üblicherweise wird heute ein achtarmiger Leuchter (Menora) verwendet. Am ersten Abend wird ein Licht angezündet, am zweiten zwei Lichter, bis dann am achten Tag alle Lichter brennen.