Antisemitismus - wo beginnt der Hass?

Antisemitismus erkennen und begegnen

Antisemitismus begegnet bereits Kindern und Jugendlichen auf unterschiedlichste Weise: über Musik, Soziale Medien oder wenn das Wort Jude als Schimpfwort gedankenlos über den Schulhof posaunt wird. In der Reihe "House of One lädt ein..." tauschen wir unsere Erfahrungen aus der interreligiösen Bildungsarbeit mit Praktikern anderer Institutionen aus.

Kontakt: 
030 2130018-10
Kleiner Säulensaal in der ZLB
Breite Straße 36
10178 Berlin
Germany
Der Raum befindet sich im Erdgeschoss

Antisemitische Beleidigungen oder Stereotype sind nicht nur unter Erwachsenen zu finden. Bereits junge Menschen übernehmen derartige Feindseligkeiten und Vorurteile - unabhängig von tatsächlichen Erfahrungen. Das hat das Bildungsteam der Stiftung House of One immer wieder in Gesprächen und Workshops mit Kindern und Jugendlichen in den vergangenen Jahren festgestellt.

 

Mit drei erfahrenen Praktikerinnen aus verschiedenen pädagogischen Bereichen wird das House of One sich über Erfahrungen aus dem Alltag der interkulturellen sowie interreligiösen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen austauschen. Welche Vorurteile sind verbreitet und wie gut sind Pädagogen darauf vorbereitet? Wo und wie kommen bereits jüngste Menschen mit antisemitischen Einstellungen in Kontakt? Wie werden Vorurteile zu Hass? Ist es sinnvoll, Schülerinnen und Schüler zum Besuch von KZ-Gedenkstätten zu verpflichten, wie die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli es im vergangenen Jahr vorgeschlagen hat?

 

Neben der Debatte um solche und ähnliche Fragen, wird die Stiftung ihre Bildungsarbeit sowie ihren aktuell laufenden Schulwettbewerb  "Nathan der Weise - kreativ gedacht!". Auch Fragen aus dem Publikum sind willkommen.

 

Passend zum Reformationstages legt das House of One den Focus auf Bildung. Nicht zuletzt hat Martin Luther einen wichtigen Grundstein für ein völlig neues Bildungsverständnis gelegt, nämlich das eines urteilsfähigen und reflektierten Menschen. Das wurde ermöglicht durch erstmalige Übersetzung der Bibel ins Deutsche sowie für alle verständliche Predigten in deutscher Sprache. Der Stiftung House of One ist es ebenfalls ein Anliegen, dass Menschen über andere Religionen lernen können, dass sie wissen, wovon sie reden.

 

 

Mitwirkende:

Shlomit Tripp - Community Programme, Jüdisches Museum Berlin und Bubales Puppentheater

Fereshta Ludin - Jugendbeauftragte des Berliner Forum der Religionen

Marina Chernivsky - Präventionsbeauftragte der Zentralen Wohlfahrtsstelle (ZWSt)

Moderation: Esther Hirsch

 

- Eintritt ist frei, Spenden stets willkommen -

 

Bitte melden Sie sich an unter info@house-of-one.org oder telefonisch unter (030) 2130018-10.

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