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Führungen & Workshops

In unseren Führungen und Workshops stellen wir das House of One und seine Architektur vor, erkunden die Geschichte des Petriplatzes, blicken auf das religiöse Leben in Berlin und nutzen interaktive Formate – von Quizfragen und Perspektivwechseln bis hin zu offenen Gesprächen. Gemeinsam greifen wir auch Themen wie Antisemitismus, antimuslimische Haltungen und Ausgrenzung auf.

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Unsere Themenfelder

Interreligiöser Dialog

Der interreligiöse Dialog ermöglicht Begegnung und Verständigung zwischen verschiedenen Religionstraditionen. Getragen von Offenheit, Respekt und gegenseitigem Lernen erhält der Austausch im Kontext des House of One ein fundiertes Profil: Die symbolstarke Architektur des Gebäudes, die pädagogischen Leitlinien (Modul nur für Fachkräfte) sowie die fünf Grundhaltungen nach Klaus von Stosch strukturieren und vertiefen den interreligiösen Dialog.

Interreligiöse Geschichte Berlins

Der Blick auf die Ursprünge von Judentum, Christentum und Islam in und um Berlin eröffnet spannende Perspektiven auf das religiöse Leben der Stadt. Am Petriplatz machen die Fundamente der ehemaligen Petrikirche wichtige Zeugnisse der Berliner Geschichte sichtbar.
Doch die Geschichte der abrahamitischen Religionen in Berlin ist auch von Ambivalenz geprägt: Anhand konkreter Beispiele – wie dem Handeln Walter Hoffs, des letzten Pfarrers der Petrikirche – werden auch deren Schattenseiten und kritische historische Zusammenhänge beleuchtet.

Perspektivwechsel

Was prägt unsere Perspektive auf die Welt und wie können wir lernen, andere Sichtweisen zu verstehen? Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Perspektiven und die Frage, wie Religionen und religiöse Vielfalt unseren Alltag prägen können. Dabei können beispielsweise kurze Theaterszenen entwickelt und gespielt werden (Modul nur für Schule), um Perspektivwechsel spielerisch erfahrbar zu machen und neue Sichtweisen zu eröffnen.

Ambiguitätstoleranz

Wie können wir mit unterschiedlichen Weltanschauungen umgehen und lernen, Verschiedenheit auszuhalten und anzuerkennen? Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, unterschiedliche und auch widersprüchliche Perspektiven wahrzunehmen, ohne vorschnell zu urteilen. Anhand konkreter Beispielsituationen kann dabei kritisches Denken erprobt und der konstruktive Umgang mit unterschiedlichen Sichtweisen gefördert werden.

Basiswissen Abrahamitische Religionen

Was verbindet Judentum, Christentum und Islam, und worin unterscheiden sie sich? Grundlegendes Wissen zu den abrahamitischen Religionen schafft einen Überblick über gemeinsame Wurzeln, zentrale Glaubensinhalte und unterschiedliche Traditionen. Dabei können beispielsweise die Noachidischen Gebote und die Zehn Gebote, religiöse Feste oder die Vielfalt innerhalb der Religionen thematisiert werden. Auch Fragen zu Frauen in den Religionen und zum Verhältnis von Religion und Frieden bieten Anknüpfungspunkte für eine vertiefte Auseinandersetzung.

Antisemitismus

Wie entstehen antisemitische Vorurteile, und wie haben sie sich im Laufe der Geschichte verändert? Der Workshop beleuchtet hauptsächlich die historische Entwicklung vom christlichen Antijudaismus der Antike und des Mittelalters bis zu den unterschiedlichen Ausprägungen des modernen Antisemitismus in der Neuzeit und Gegenwart. Anhand verbreiteter antisemitischer Bilder, Vorurteile und Erzählungen lernen die Teilnehmenden, entsprechende Denk- und Deutungsmuster zu erkennen, kritisch einzuordnen und zu hinterfragen.

Antimuslimischer Rassismus

Welche Bilder und Zuschreibungen begegnen Musliminnen und Muslimen in unserer Gesellschaft – und wann werden sie zu rassistischen Denkmustern? Das Bildungsangebot beleuchtet die historische Entwicklung antimuslimischer Ressentiments und zeigt auf, wie tief verankert diese Vorurteile sind. Aktuelle Untersuchungen geben Einblicke in die Verbreitung von Muslimfeindlichkeit in Deutschland. Anhand konkreter Beispiele werden Stereotype sichtbar gemacht und kritisch hinterfragt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung von Musliminnen und Muslimen in den Medien, um Medieninhalte kompetent analysieren und einordnen zu können.

Mechanismen der Ausgrenzung (nur für Fachkräfte)

Wie entstehen Vorstellungen von „Wir“ und „den Anderen“ und welche Rolle spielen sie bei Ausgrenzung? Das Bildungsangebot beleuchtet das Konzept des Othering – den Prozess, bei dem Menschen als „andersartig“ oder fremd konstruiert werden. Im Fokus stehen die Mechanismen, durch die Gruppen gebildet, Hierarchien geschaffen und Unterschiede betont werden. Es wird aufgezeigt, wie diese Konstruktionen Vorurteile stärken und wie wir solche Mustersysteme reflektieren und aufbrechen können.

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