Ein Sommerabend, ein Foyer voller Menschen, mehrere Religionen an jedem Tisch – und viel Neugier aufeinander. Am 8. Juli 2025 kamen erstmals Vertreterinnen und Vertreter verschiedener jüdischer, christlicher, muslimischer und anderer Gemeinden sowie Organisationen der Jugendarbeit zusammen, um sich im Rahmen unseres Projekts „Gemeinsam Brücken bauen" kennenzulernen. Gefördert wird diese religionsübergreifende Zusammenarbeit vom Berliner Senat für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Sechs Tische, 30 Stühle – schon beim Ankommen war sicht- und fühlbar, wie bunt gemischt die Runde ist. Nathalie Marie-Rose und Osman Örs, beide House of One-Bildungsteam, begrüßten alle. Wie schön, dass auch zwei spontane Gäste aus einer Lichtenberger Gemeinde den Weg nach Mitte fanden.
Los ging es musikalisch: Patricia Böckmann, christliche Theologin, eröffnete den Abend mit dem Lied „80 Millionen" (Max Giesinger) auf der Ukulele. Im Anschluss gab das House of One-Team Einblick in seine Bildungsarbeit. Kübra Dalkilic präsentierte unseren Podcast "3 Frauen, 3 Religionen, 1 Thema", Patricia Böckmann gab Einblicke in das Projekt „House of One macht Schule", und Osman Örs erläuterte, worum es bei dem Projekt „Gemeinsam Brücken bauen", für das die Anwesenden eingeladen waren, eigentlich geht und wieso interreligiöse Zusammenarbeit so wichtig ist.
Auch ein externes Projekt kam zu Wort: Marlene Wulf stellte die „Muslimische Ehrenamtsagentur" vor, ein gemeinsames Vorhaben des Interkulturellen Zentrums Neukölln und des Deutschen Muslimischen Zentrums.
Das Herzstück des Abends war der interaktive Teil, moderiert von Nathalie Marie-Rose. In zwei Gesprächsrunden lernten sich die Gäste an wechselnden Tischen näher kennen. Zunächst ging es um den Austausch von persönlichen Erfahrungen mit interreligiösen Projekten. Danach wechselten die Teilnehmenden die Tische und tauschten sich über Herausforderungen aus, die ihnen in ihrem Umfeld begegnen.
Man spürte förmlich, wie das Eis brach: Die Gespräche wurden von Runde zu Runde lebendiger. Am Ende hatte sich eine wunderbar gelöste, offene Atmosphäre entwickelt.
Zum Ausklang sangen Nathalie Marie-Rose und Patricia Böckmann gemeinsam mit allen Gästen „What a Wonderful World" – ein berührender Moment. Danach ließ die Runde den Abend mit Börek, Hummus und Aschure ausklingen. Eine gute Gelegenheit, die frisch geknüpften Kontakte beim Essen zu vertiefen.
Das Feedback der Gäste war durchweg positiv: Viele wünschten sich eine Fortsetzung, lobten die Mischung aus Programm und Raum für Gespräche.
Der Abend war aus unserer Sicht ein gelungener Auftakt für die kommenden Netzwerk-Treffen. Nicht nur wir haben viele neue Menschen kennengelernt und spannende Gespräche geführt, sondern auch viele andere Menschen untereinander verknüpfen können.
Wir freuen uns bereits auf das nächste Treffen. Brücken bauen ist ein Prozess, der niemals endet.