Freitag, 28. September 2018

Sukkot und Simchat Tora

Sukkot Laubhütte

Mit dem Herbst hat auch Sukkot begonnen. Zum jüdischen Laubhüttenfest trifft man sich sechs Tage lang täglich für mindestens eine gemeinsame Speise in der Laubhütte, einer einfachen, selbstgebauten Hütte aus mindestens drei Wänden und einem mit Zweigen abgedeckten Dach. Dabei hat das Laubhüttenfest im Grunde zwei Bedeutungen: zum einen Freude und Dank für die Ernte, die die Erde hervorgebracht hat; daher ist es wichtig in der Laubhütte ein gemeinsames Mahl einzunehmen.

Zum anderen symbolisiert es die 40-jährige Wanderung des Volkes Israel durch die Wüste, bevor es in das gelobte Land einziehen durfte. Die Menschen wohnten in Zelten und Hütten und waren großen Einschränkungen und Gefahren ausgesetzt. Ein guter Anlass für uns, auch über die aktuelle Situation von Migrationsgründen und den damit verbundenen Schicksalen nachzudenken.

Der Feiertagszyklus endet am 9.Tag mit Simchat Tora (Torafreude). Die alljährliche Lesung der Tora ist abgeschlossen und wird sofort wieder neu begonnen. Es ist ein großes Freudenfest, bei dem die Torarollen, auf denen die 5 Bücher Mose geschrieben stehen, durch die Synagoge getragen werden.