Frauen in den Religionen

Gottes Liebe kennt kein Geschlecht

"Frauen sind missratene Männer." So beschrieb es der Philosoph und Theologe Thomas von Aquin im 13. Jahrhundert. Auch andere Religionen setzten Frauen enge Grenzen und tun es zum Teil bis heute. In einem mehrtägigen Workshop wird die heutige Realität von Frauen im Judentum, Christentum und dem Islam beleuchtet.

 

Kontakt: 
(030) 21 300 18 10

Die Religionen sprechen sich heute zumeist für die Gleichberechtigung von Mann und Frau aus. Was bedeutet dies konkret in unseren verschiedenen Traditionen und Konfessionen? Wie werden Geschlechteridenditäten gelebt - als Gläubige, als Beauftragte, als Trägerinnen eines Amtes?

Das House of One lädt Interessierte zu einer dreitägigen Veranstaltungsreihe zur Rolle von Frauen in Schriftauslegung, liturgischer Praxis und Tradition ein. Thematisiert werden entsprechende Texte aus Tora, Bibel, Koran und ihrer Interpretation. Zudem steht der Besuch einer Moschee, einer Synagoge und einer Kirche auf dem Programm, mit der Möglichkeit an den jeweiligen Gottesdiensten beziehungsweise Gebeten teilzunehmen.

Den Workshop leiten Kantorin Esther Hirsch (Sukkat Schalom), Safiyye Aydin und Kübra Dalkilic (Forum Dialog e.V.) und Pfarrerin Corinna Zisselsberger (St.Petri-St.Marien).

 

 

Programm:

 

Freitag, 24. Januar, in der KulturAkademie am Moritzplatz, Oranienstr. 55, 10969 Berlin

16.00 – 18.00 Uhr: Auftakt mit Kennenlernen, Einführung und Austausch

18.00 – 18.30 Uhr: Muslimisches Bittgebet mit Anleitung

mit Tanja Berg (Beit Deborah e.V.) u.a.

 

Samstag, 25. Januar, in der Synagoge Sukkat Schalom, Herbartstr. 26, 14057 Berlin

10.00 – 11.30 Uhr: Schabbat Gottesdienst mit anschließendem Kiddusch

12.30 – 14.00 Uhr: Impulse und Austausch zu Liturgie, Frauen im Amt, Musik in den Gebeten und Gottesdiensten

mit Rümeysa Bag (islamische Theologin), Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg (Hameln), Pfarreri Silke Radosh-Hinder (stv. Superintendentin Ev. Kirchkreis Berlin Stadtmitte), Kantorin Marie-Louise Schneider (Ev. Kirchenkreis Berlin Stadtmitte)

 

Sonntag, 26. Januar, in der St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Str. 8, 10178 Berlin

10.30 – 11.45 Uhr: Gottesdienst

12.30 – 14.00 Uhr: Schriftauslegung feministisch und queer, Gottesbilder

mit Yannik Ehmer (Student Ev. Theologie), Naomi Henkel-Gümbel (Zacharias Frankel College, Potsdam)

 

Eingeladen sind alle Interessierten gleich welchen Geschlechts. Eine Teilnahme am Workshop muss nicht alle drei Tage umfassen. Sie können auch einzelne Termine wahrnehmen. Bitte schreiben Sie das in Ihrer Anmeldung.

 

Wir freuen uns vorab über Fragen und Anregungen, die wir gerne aufnehmen. Bitte senden Sie diese sowie Ihre Anmeldung an: info@house-of-one.org unter dem Stichwort „Gender“.

 

Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenlos.

Weitere Veranstaltungen

Mittwoch, 24. Juni 2020 - 18:30

Johannistag - Sommersonnenwende und Heiligengeburtstag

Johannes der Täufer ist ein interessanter Heiliger. Neben Jesus und Maria ist er der einzige christliche Heilige, an dessen Geburtstag erinnert wird. Die St.Petri-St.Mariengemeinde feiert dazu einen Videogottesdienst über ihren YouTube-Kanal. Worum es an diesem Tag geht, lesen Sie hier.



 

Donnerstag, 14. Mai 2020 - 14:00 bis 14:15

Weltweiter Gebetsaufruf für Solidarität in Corona-Zeiten

Juden, Christen und Muslime des House of One sind am 14. Mai dem weltweiten Gebetsaufruf für Zusammenhalt über alle Unterschiede hinweg gefolgt. Die Corona-Pandemie hat die Verletzlichkeit der Menschheit deutlich gemacht. Diese - leider tragische - Erfahrung verbindet die Menschen rund um den Globus. Das hat den "Hohen Ausschuss für die menschliche Brüderlichkeit" (HCHF) mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten veranlasst, Angehörige aller Weltreligionen zum gemeinsamen Gebet für die von der Krise Betroffenen virtuell im Gebet zu vereinen.

Dienstag, 14. April 2020 - 12:00

Grundsteinlegung des House of One abgesagt

Nach über zehn Jahren intensiver Diskussion, Ideenentwicklung und Planung sollte an diesem Dienstag der Grundstein für das House of One gelegt werden. Dieser wichtige Schritt hin zur baulichen Vollendung des multireligiösen Friedensprojekts musste - wie alle anderen Veranstaltungen in diesen Tagen - wegen der Corona-Sicherheitsvorkehrungen abgesagt werden. Ein neuer Zeitpunkt steht noch nicht fest.