Schabbatgottesdienst zu Pogromnacht

Schabbatgottesdienst mit Gedenken an antisemitischen Terror in der Pogromnacht Kristallnacht 1938
Multireligiöses Gedenken an den antijüdischen Terror der "Kristallnacht"

Die Synagogengemeinde Sukkat Schalom lädt zum multireligiösen Gedenken an die Reichspogromnacht ein, unter anderen mit dem designierten Bischof Christian Stäblein. Am 9. November vor 81 Jahren wurden in Deutschland Synagogen zerstört und Deutsche jüdischen Glaubens willkürlich verhaftet und misshandelt.

Kontakt: 
(030) 21 300 18 10

"Die Radikalisierung kam nicht über Nacht", sagt Rabbiner Andreas Nachama, der auch die Topographie des Terros in Berlin leitet, zur sogenannten "Kristallnacht". Weder von der damaligen Öffentlichkeit noch vom übergroßen Teil der Kirchen wurde dieses Verbrechen thematisiert. Viele missbilligten zwar das Vorgehen der Nationalsozialisten, die Furcht aber war größer.



Aus diesen Erinnerungen können, müssen wir lernen. Zum 81. Jahrestag wird Propst Stäblein mit Rabbiner Nachama am Tora-Lesungstag von Noah hervorheben, dass es nur einen gemeinsamen Weg aller Menschen gibt. Imam Kadir Sanci schließt sich dem an: "Es ist wichtig diese Kultur der Erinnerung aufrecht zu erhalten, um den weiteren Generationen mitzugeben, wohin Hass führen kann. Das allein aber reicht nicht. Wir vom House of One wollen zeigen, was mit Liebe und Zusammenhalt erreicht werden kann."



 

Wann?     Freitag, 8. November um 19.30 Uhr

Wo?     Synagoge Sukkat Schalom, Herbartstraße 26, 14057 Berlin



Mitwirkende:

Rabbiner Andreas Nachama (House of One)

Propst Christian Stäblein (Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz EKBO)

Pfarrer Gregor Hohberg (House of One)

Imam Kadir Sanci (House of One)



Musik: Kantorin Esther Hirsch





- Die Plätze sind begrenzt. Anmeldung unter info@house-of-one.org -

Planen sie bitte auch ein paar Minuten für die Sicherheitskontrolle ein.

Wenn Sie zuvor um 17 Uhr auch an der Mewlid-Feier (in Kreuzberg) zu Ehren der Geburt des Propheten mit Blick auf die Gründer der anderen abrahamitischen Religionen teilnehmen wollen, vermerken Sie das bitte bei Ihrer Anmeldung.

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Der 9. November, der Jahrestag der Novemberpogrome von 1938, ist Mahnung, neuem Hass, Rassismus oder Antisemitismus entgegenzutreten. Die israelisch-palästinensisch-deutsche European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution, deren Gründung an diesem Gedenktag in der Katholische Akademie in Berlin gefeiert wird, trägt diesen Auftrag in gewisser Weise in sich. House of One-Projektbotschafter Professor Ralf Wüstenberg ist einer der Initiatoren des Graduiertenkollegs.