Warum Antisemitismus uns alle bedroht

Michael Blume: "Hass führt in den Abgrund"

Podiumsdiskussion mit Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter von Baden-Württemberg über den täglichen Kampf um Toleranz zwischen Menschen verschiedener Religion, Kultur und Herkunft.

Kontakt: 
(030) 21 300 18 10

Beleidigungen, Anfeindungen, Angriffe - Antisemitismus gehört zum Alltag jüdischer Menschen in Deutschland. Dahinter steckt mehr als ein Vorurteil oder eine antijüdische Haltung der Angreifer. Antisemitismus ist eine Art Urform der Volksverhetzung, in deren Kern die Idee einer jüdischen Weltverschwörung gezeichnet wird, die es zu bekämpfen gilt. 

 

"Dieser Hass führt in den Abgrund", sagt Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter in Baden-Württemberg. Wer eine Bevölkerungsgruppe oder eine Religion ablehne oder vernichten wolle, vor dem seien auch andere nicht sicher. "Antisemitismus betrifft uns alle."


Woraus speist sich der Antisemitismus in Deutschland? Was macht Menschen anfällig für solche Verschwörungstheorien? Wie kann dieser menschenfeindlichen Ideologie begegnet werden? Über diese und weitere Fragen debattiert der Religionswissenschaftler Michael Blume mit der jüdischen Kantorin Esther Hirsch und Imam Osman Örs, beide von der Stiftung House of One.

Die Veranstaltung ist im Rahmen des Projekts "Demokratie Leben" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter von Baden-Württemberg, für den Religion und Toleranz auch privat durch die Ehe mit einer Muslima eine wichtige Rolle spielen.

Esther Hirsch, theologische Referentin im House of One und jüdische Kantorin, moderiert den Abend gemeinsam mit Osman Örs, ebenfalls theologischer Referent im House of One und Imam.

 


Ort: Berliner Stadtbibliothek (ZLB) – Berlin-Saal (2. OG), Breite Straße 36, 10178 Berlin

- Eintritt ist frei - Bitte melden Sie sich für unsere Planung kurz und formlos unter info@house-of-one.org an.
 

Weitere Veranstaltungen

Mittwoch, 17. November 2021 - 19:00 bis 21:00

Der Tod und die Sprache

Die Schriftstellerin Mely Kiyak und der Theologe Christian Lehnert im Austausch über Sprache und Sterben. Das House of One lädt gemeinsam mit der Katholischen Akademie in Berlin zu der Diskussion ein.

Mittwoch, 17. November 2021 - 9:00 bis 18:00

Bestattungsrituale im Christentum, Judentum und Islam

Wie beerdigen jüdische, christliche oder muslimische Gläubige ihre Verstorbenen? Fachtagung des House of One und der Katholischen Akademie in Berlin für Menschen, die beruflich mit Sterben, Tod und Trauer zu tun haben. Einige der Vorträge werden als Video dokumentiert und öffentlich zugänglich gemacht.

Dienstag, 9. November 2021 - 19:00 bis 21:00

Politische Dimension der Versöhnung

Der 9. November, der Jahrestag der Novemberpogrome von 1938, ist Mahnung, neuem Hass, Rassismus oder Antisemitismus entgegenzutreten. Die israelisch-palästinensisch-deutsche European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution, deren Gründung an diesem Gedenktag in der Katholische Akademie in Berlin gefeiert wird, trägt diesen Auftrag in gewisser Weise in sich. House of One-Projektbotschafter Professor Ralf Wüstenberg ist einer der Initiatoren des Graduiertenkollegs.