Samstag, 6. Oktober 2018

Erntedankfest

Mit dem beginnenden Herbst kommt auch der Sonntag, an dem Christen das Erntedankfest feiern. Als einer der letzten Sonntage des christlichen Kirchenjahres nimmt dieser, wie auch das vor kurzem begangene jüdische Wochen- und Laubhüttenfest die Thematik der Ernte auf. Er ist als solcher geprägt von vielen alten Traditionen. Mit besonderen Liedern und Gebeten danken die Gläubigen Gott für die Gaben. Weil es gerade nicht selbstverständlich ist, dass wir in unseren Gärten und auf den Feldern die Früchte für unser tägliches Brot ernten können, wird dem Segen und dem Wirken Gottes an diesem Sonntag besondere Aufmerksamkeit geschenkt. In unserer Zeit von durch Menschenhand veränderten klimatischen Bedingungen und allgegenwärtigen tiefen Eingriffen in die Natur, fordert uns das Thema des Sonntags dazu auf, sich besonders mit der Erhaltung und Bewahrung der Schöpfung auseinander- und einzusetzen.

Dieses wird zum Anlass genommen, die Kirche und insbesondere den Altar nicht nur mit Blumen zu schmücken, sondern auch mit Kürbissen, Brot, Kartoffeln, Äpfeln, Mais, Kornähren, - mit also all den Gaben der Natur, mit denen Gott uns unser Leben erhält. Je nach Region erfährt dieser sehr farbenreiche Gottesdienst eine spezielle Prägung und Ausschmückung. Manche Gemeinden bedanken sich und ehren an dem Sonntag auch die Gewerke, die mit der Herstellung unserer Lebensmittel befasst sind.

Nach dem Erntedankgottesdienst werden die für die Schmückung verwendeten Gaben an Bedürftige, Kinder und Familien verteilt. Eine besonders schöne Weitergabe von Gottes Segensgabe.