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Mittwoch, 18. Feb. 2026

Muslime und Christen fasten gemeinsam

Im Jahr 2026 sind christliche und muslimische Gläubige im Fasten verbunden. Am Aschermittwoch, beginnt für Christinnen und Christen die Fastenzeit, die in der Nacht zu Ostersonntag endet. Und wenn am Abend desselben Mittwochs die Sonne untergeht, beginnt für Musliminnen und Muslime der Fastenmonat Ramadan. Diese Gleichzeitigkeit ist etwas Besonderes. Das letzte Mal begannen Passionszeit und Ramadan vor über 100 Jahren am selben Tag. 

So unterschiedliche Regeln es gibt, so ähnlich ist der Hintergrund des religiösen Fastens. „Wer fastet, dem geht es um mehr als um den Verzicht auf Essen“, sagt Imam Osman Örs vom House of One. „Es geht um innere Einkehr, Besinnung und gleichzeitig auch um Mitgefühl mit denen, die weniger haben ­­– kurz: um die Frage, was im Leben wirklich wichtig ist.“

 

Einfache Dinge wertschätzen

Fasten ist wie ein Stoppsignal. Der Verzicht auf Gewohntes nimmt den Menschen aus dem Alltag heraus. Dieses Weglassen von Gewohntem schafft Raum für anderes, für Reflektion und Stille. „Man nimmt seine Umwelt, seine Mitmenschen anders wahr, man lernt einfache Dinge eher wertzuschätzen“, sagt Patricia Böckmann, evangelische Theologin im House of One.

Das drückt auch das Motto der evangelischen Kirche für die Fastenzeit aus: „Mit Gefühl! 7 Wochen ohne Härte“. Also: Mitfühlend mit seinen Mitmenschen sein.

Papst Leo XIV. stellte für die katholischen Gläubigen die Passionszeit unter die Überschrift: „Zuhören und Fasten. Die Fastenzeit als Zeit der Umkehr.“

„Die Passionszeit lädt ein, durch Stille und Verzicht eine tiefere Beziehung zu Gott aber auch zu seinen Mitmenschen zu finden“, sagt Patricia Böckmann. Spirituelle Einkehr, um sich  weiterzuentwickeln. „Ich nehme mich zurück und schaue, wer möchte ich als Mensch sein?“ 

 

Gemeinschaft und Solidarität

Ein weiterer Fokus liegt auf Gemeinschaft und Solidarität. Man verzichtet auf Annehmlichkeiten und spendet das Gesparte zum Beispiel für soziale Zwecke. Der Aspekt der Gemeinschaft bietet zudem die Gelegenheit, den Kontakt zu Menschen anderer Religionen oder Weltanschauungen zu stärken. Gerade zu Ramadan laden viele muslimischen Gemeinden, Organisationen oder Privatmenschen zum gemeinsamen abendlichen Fastenbrechen, dem Iftar, ein. 

Auch die Stiftung House of One lädt dieses Jahr wieder zum gemeinschaftlichen Iftar ein am 4. März nach Spandau in die Wilhelmstadtschulen. Mehr Info hier... (klick). 
Anmeldung unter ramadan@house-of-one.org.

Gemeinsam mit dem Bezirk Mitte und vielen anderen Organisationen lädt die Stiftung zudem am 12 März zum Fastenbrechen unter freiem Himmel auf dem Leopoldplatz ein. Jede und jeder ist willkommen. 

Ramadan Mubarak! - - - Gesegnete Fastenzeit!

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